Die Bedeutung des Gesundheitswesens und der Gesundheitswirtschaft für unser Bundesland

Die Gesundheitsregion Saar e.V. hatte den saarländischen Ministerpräsidenten Tobias Hans nach Saarbrücken ins SaarRondo eingeladen und 120 Interessierte aus dem Gesundheitswesen, der Wirtschaft, den Krankenkassen und der Politik kamen. Werner Schreiber, Minister a.D. und Vorsitzender der Gesundheitsregion Saar e.V., verwies in seiner Begrüßung auf die Dynamik in der Gesundheitsbranche, die aufgrund der Alterung der Gesellschaft sowie des medizinischen Fortschritts vor gewaltigen Umstrukturierungen stehe. Das größte Problem sei es aber, genügend Fachkräfte für Gesundheit und Pflege zu gewinnen. Bessere Arbeitsbedingungen und eine bessere Bezahlung für das Pflegepersonal seinen deshalb notwendig. Er verwies aber auch darauf, dass dies Geld koste und die Frage geklärt werden müsse, wie die notwendigen finanziellen Mittel aufgebracht werden könnten. Werner Schreiber stellte den Ministerpräsidenten dann als langjähriges Mitglied der Gesundheitsregion Saar e.V. und profunden Kenner der Gesundheitspolitik im Saarland vor.


 

Dies bestätigte Tobias Hans mit seiner Rede, die kaum ein Feld der breitausgestellten Gesundheits- und Pflegelandschaft ausließ. Er betonte die Bedeutung der Gesundheitsbranche, die mehr Menschen im Saarland beschäftige als zum Beispiel die Stahlbranche und eine höhere Wertschöpfung habe als die in dieser Region starke Autoindustrie. Dies sei den meisten Menschen aber nicht bewusst. Auch bei der medizinischen und pflegerischen Versorgung sei das Saarland gut aufgestellt. Bei vielen Kennzahlen liege man im Vergleich zu übrigen Bundeländern weit vorne. So bei der Anzahl der Krankenhausbetten, der Anzahl der niedergelassenen Ärzte, aber auch im Bereich der Altenpflege gebe es mehr Pflegefachpersonal, da zudem besser bezahlt werde als in andern Regionen.

 

Auch in der medizinischen Forschung böten die Universität des Saarlandes, die HTW und zahlreiche Forschungsinstitute Spitzenleistungen. Dies müsse weiter gefördert werden. Gerade die Digitalisierung sei eine riesige Chance, wenn es um die medizinische Versorgung gehe. Mit der Anwendung von Telemedizin und Gesundheits-Apps könnte auch in ländlichen Regionen die Versorgung in der Zukunft verbessert werden. Die Gesundheitswirtschaft sei für die Region wichtig, da sie eine Wachstumsbranche sei, die relativ unabhängig von konjunkturellen Entwicklungen sei und sichere Arbeitsplätze biete.

Deshalb müssten auch alle Akteure im Gesundheitswesen zusammenarbeiten, um diesen Sektor zu stärken. Hier spiele die Gesundheitsregion Saar e.V. eine herausragende Rolle, für die er sehr dankbar sei, und auf die er auch in Zukunft setze.

Axel Mittelbach


 
Klicken Sie hier, um zur Galerie zu gelangen.

Einladungsflyer [97 KB]